© BI-Dell / Stand 12.04.2017

A) Verfahrensstände

Stand 12.04.2017

Aufgrund des Beschlusses vom 29.11.206 in der Bezirksvertretung zur Planung und dem Bau der Variante I der Ortsumgehung hat die Verwaltung für die Sitzung der Bezirksvertretung Richterich eine Beschlussvorlage eingebracht, die nun die Verwaltung mit der Planung beauftragen und die entsprechenden Mittel hierfür bereitstellen sollte. Daneben enthält die Vorlage erstmals eine etwas detailliertere aber immer noch "grobe" Kostenaufstellung für den Bau der Ortsumgehung Richterich. Aus bisher noch nicht dargelegten Gründen wurde die Beratung der Beschlussvorlage wegen "weiterem Abstimmungsbedarf" auch im Planungsausschuss am 06.04.2017 von der Politik vertagt.

Stand 01.12.2016

Nach mehr als einjährigen Planung hat die Stadt Aachen ihren Ausflug in eine "große" Brückenplanung ohne Angabe  nachvollziehbarer Gründe wieder gecancelt.

Gleichzeitig hat sie in der Verwaltungsvorlage für den 16.11.2016 BV Richterich zu einer einsamen Entscheidung für eine nicht näher beschriebene "Variante 1" durchgerungen, einsam desshalb, weil alle Beteiligten (Straßen NRW, Wasserverband ER, Thyssengas und BürgerInnen von Richterich) gemeinsam gegen diese Planungen sind.

Wir haben die Verwaltungsvorlage "durchleuchtet" und nach Themen geordnet, um die Asichten der Verwaltung klar herauszustellen. Unsere Argumentenliste nimmt direkten Bezug auf die Verwaltungsvorlage.

Lediglich die Politik hat trotz besonders hinsichtlich der zu erwartenden Kosten fehlender, umfänglicher und nachprüfbarer Unterlagen der Verwaltung durch eine Empfehlung zur "Variante 1" weiterhin in blindem Vertrauen die Stange gehalten.

Stand 07.10.2015

Zurzeit stehen wir mit Mitgliedern aus der Politik in der Stadt Aachen in Kontakt, die auch an der Klärung dieser Seltsamkeiten interessiert sind. Wenn wir weiteres erfahren, dann werden wir die Ergebnisse hier veröffentlichen. Eigentlich soll ein Bebauungsplan ein verbindlicher Bauleitplan sein; die Verbindlichkeit lässt u.E. aber zu wünschen übrig.

Stand 07.09.2016

Informationen und eine Modellierung der neuen "Brücken-Varianten" stellen wir weiter unten auf dieser Seite unter 08 Verkehrsanbindung und Ausführungsvarianten dar.


B) Unterlagen der Stadt Aachen

Hier finden Sie die Unterlagen der Stadt Aachen zum

Bebauungsplan Nr. 955 der Umgehungsstraße Richterich:

"BP 955" Umgehungsstraße Richterich

Hinweis: (BP 955 ?Bebauung Richtericher Dell? und / oder  ?Umgehungsstraße Richterich?)

Stand 01.12.2016 (quasi dto., da eine Varianenentscheidung zurzeit läuft, aber keine Unterlagen hierzu bekannt sind.)

Stand 01.08.2016 dto.

Stand 21.08.2015

Zur Bürgeranhörung bzw. "frühzeitigen Bürgerbeteiligung" wurden noch die folgenden Versionen für den Bebauungsplan 955 in Form von Bekanntmachungen in den Aachener Tageszeitungen veröffentlicht, so dass nun keiner mehr weiß, was eigentlich die rechtlich verbindliche Plangrundlage ist.

Bauleitplanverfahren 2 Richtericher Dell:

Version-0   27.03.2015 

Version-1   20.08.2015

Version-2   21.08.2015

Stand 08.09.2015

HINWEIS: Die Stadt Aachen hat seit Beginn der frühzeitigen Bürgeranhörung Unterlagen zur Änderung des Flächennutzungsplan 131 (2. Bauabschnitt RIchtericher Dell) und zum Bebauungsplan 955 -Ortsumgehung- in das Ratsinformationssystem eingestellt.

Erhellend ist die Aussage des Bezirksvertretungs Mitgliedes Leo Pontzen (Horbach/Richterich) im Super Mittwoch. Unter Anderem heißt es in dem Artikel: "Horbach: Gefährdet die Maut die Dorf-Zukunft?" auf Seite 9 in der Ausgabe vom 03.06.2015:

"Leo Pontzen, Vorsitzender der IG Horbacher Vereine, schwant Böses, denn in der Richtericher Dell sei längst noch nicht alles in trockenen Tüchern und auch für die dringend erforderliche Umgehungsstraße liege noch keine konkrete Planung vor."

Übersicht Bauleitplanverfahren in der Richtericher Dell

Eigentlich was Altes aber in einem neuen Kleid. Nun ist im FNP-Änderungsbereich Nr. 131 deutlich der Fortsatz östlich der Bahnstrecke zu erkennen, der im "neuen" Flächennutzungsplan 2030 der Stadt Aachen schlichtweg unterschlagen worden ist. Dieser Zustand ist rechtsunsicher, da sich beide Unterlagen bereits im Verfahren befinden.

(C) 2015 Stadtplanungsamt Aachen

 


C) Kritische Anmerkungen zur Ortsumgehungsstraße Richterich

Stand 07.10.2015

Stellungnahme der Bi-Dell zum Bauleitplanverfahren-2 -Allgemeiner Teil -A-

Stellungnahme der Bi-Dell zum FNP-Änderungsverfahren131 -Teil -B-

Stellungnahme der Bi-Dell zum "BP 955" Umgehungsstraße Richterich -Teil C-

 

Stand 2014 (teilaktualisiert)

HINWEIS: Die Stadt Aachen hat bisher noch keine öffentlichen Unterlagen vorgelegt, da sie erst die Einleitung

der Bauleitplanung verabschiedet. Wenn Unterlagen vorliegen, werden wir darauf eingehen

Inhaltsverzeichnis

01 Baubeginn und Bauzeit

02 Baustellenverkehr

03 Kosten der Umgehungsstraße

04 Flächenverbrauch

05 Linienführung

06 Umweltvertäglichkeit

07 Verkehrsgutachten

08 Verkehrsanbindung und Ausführungsvarianten

09 Luftverunreinigung und Feinstaubbelastung (Bau und Betrieb)

01 Baubeginn und Bauzeit

Starttermin Bauausführung

Stand 01.12.2016

Aufgrund des neuen Zeitplans der Verwaltung in der Vorlage zum 16.11.2016 (BV Richterich) wir die Ortsumgehungsstraße nicht vor 2020 begonnen und nicht vor Ende 2022 fertig sein.

Stand 15.11.2016

Durch die geplante Verfahrensumstellung vom Planfeststellungsverfahren auf das normale Bauleitplanverfahren wurde für die Ortsumgehung eine frühzeitige Bürgerbeteiligung erforderlich, die im Herbst 2015 stattfand.

Die Bauausführung der Umgehungsstraße kann aber erst nach Rechtskraft des Flächennutzungsplanänderungsverfahren Nr. 131 und des Bebauungsplans 955 erfolgen. Dies dürfte frühestens Ende 2015 bis 2016 Ende 2018 (?) der Fall sein. Die Bauzeit wird mindestens geschätzte 2 Jahre in Anspruch nehmen.

(Bemerkung BI-Dell 23.1.14: das Verfahren für die Ortsumgehung soll geändert werden von Planfeststellung zu planfeststellung ersetzendem Bauleitplan.)

Die Planung der Umgehungsstraße darf der Bedarfsprüfung für das gesamte Bauvorhaben nicht vorgreifen. D. h. es dürfen keine Fakten geschaffen werden, bevor der Bedarf für diese Neubaugebiet nicht prüfbar nachgewiesen worden ist. Dies ist auch Die Meinung des NRW Umweltministers Remmel (Schreiben vom 13.1.14).

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02 Baustellenverkehr

Baustraßen und Baustelleneinrichtung für die Umgehungsstraße

Der Bauablauf sowie die Baustellenanbindung müssen im Bauleitplanverfahren  rechtsverbindlich festgelegt werden. Voraussichtlich wird die Umgehungsstraße von der Roermonder Straße her gebaut werden. Es ist aber davon auszugehen, dass die nördliche Baustelle über die vorhandenen Straßen versorgt werden; also volle Pulle Verkehr.

Die anscheinend ebenfalls in der (Vor-)Planung befindliche Baustraße Richtung BAB Anschluss wird fast komplett auf Laurensberger Gebiet geplant werden.

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03 Kosten der Umgehungsstraße

Kosten und Gegenfinanzierung

Laut Stadt Aachen ist derzeit mit Kosten für die Umgehungsstraße von ca. 15 Mio € ohne Planungsleistungen zu rechnen (Stand 2016). Hierin sollen die Kosten für das Bauwerk über den Amstelbach, für die Planungs- Bauüberwachungs und Ausführungsbegleitung seiten der Deutschen Bahn AG, dem Bundesautobahnamt und der Wasserwirtschaft etc. schon enthalten sein. - Weiter unerwartet Kosten aus Planungsmängeln und Baupreisssteigerungen etc., die auch alleine wir BürgerInnen in Form des Gebildes "Stadt Aachen" zu übernehmen haben, schätzt die BI-Dell auf mindestens 5 Millionen Euro.

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04 Flächenverbrauch

Flächen für die reine Straßenbaumaßnahme

Für die Straße werden nach Stand der Einleitung des Bauleitplanverfahren (Änderung FNP) je nach Trassenführung und Ausdehnung ca. 7 ha zusätzliche Fläche neben der Bebauungsfläche der Richtericher Dell (ca. 37 ha) und der Grünlanderweiterung (ca. 17 ha) benötigt werden. Damit sind die von der BI-Dell dargestellten über 60 ha Flächenneuinanspruchnahme amtlich.

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05 Linienführung

Trassenalternativen

Stand 01.12.2016

Nach mehr als einjährigen Planung hat sich die Stadt Aachen in der Verwaltungsvorlage für den 16.11.2016 BV Richterich zu einer einsamen Entscheidung für eine nicht näher beschriebene "Variante 1" durchgerungen, einsam desshalb, weil alle Beteiligten (Straßen NRW, Wasserverband ER, Thyssengas und BürgerInnen von Richterich) gemeinsam gegen diese Planungen sind.

Wir haben die Verwaltungsvorlage "durchleuchtet" und nach Themen geordnet, um die Asichten der Verwaltung klar herauszustellen. Unsere Argumentenliste nimmt direkten Bezug auf die Verwaltungsvorlage.

Lediglich die Politik hat trotz besonders hinsichtlich der zu erwartenden Kosten fehlender, umfänglicher und nachprüfbarer Unterlagen der Verwaltung durch eine Empfehlung zur "Variante 1" weiterhin in blindem Vertrauen die Stange gehalten.

Stand 15.11.2016

Das Trassenfindungsverfahren und die Umweltverträglichkeitsstudie für das Planfeststellungsverfahren der Ortsumgehung ist nach den Angaben der Stadtverwaltung abgeschlossen. Einige Unterlagen waren zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung im September 2015 ausgelegt worden. Die umgehende Veröffentlichung aller Unterlagen war von der BI-Dell bereits bei der Stadtverwaltung angemahnt worden.

Die Trassenführung wird sich nach den Erfordernissen der DB (Durchstich und Unterführung), des Wasserwirtschaftsamt -Amstelbach-  und der drei Ferngasbetreiber sowie der Eigentumsverhältnisse richten, da die Stadt hier wahrscheinlich kein eigenes Land besitzt.

Aufgrund der Geruchsbelästigungen durch das Regenwasserrückhaltebecken, das eigentlich ein Mischwasserrückhaltebecken ist, ist die neue Lage der Umgehungsstraße innerhalb des geplanten Baugebietes der Richtericher Dell noch nicht bekannt.

Die Nachfolgende Skizze zeigt zwei mögliche Varianten.

(Basis: Planungsunterlagen Stadt Aachen, Ergänzungen: BI-Dell)

Sollte eine wirkungsvolle Umgehungsstraße für Richterich mit Anschluss an die Horbacher Straße nördlich des Regenrückhaltebeckens geplant werden, dann wird diese Straße erheblichen Mehrverkehr nach Horbach hinein bringen. Zudem läge der Durchstich bei Variante A durch die Bahnstrecke Aachen-Mönchengladbach an der Stelle, an der auch der Duchstich für die B258n geplant war, was alte Begehrlichkeiten wecken könnte. Letzteres trifft auch auf die Brückenvarianten zu.

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06 Umweltverträglichkeit

Korridoruntersuchung

Die Korridoruntersuchung ist angeblich mit Abschluss der UVS für die früher angedachte Planfeststellung des Landes fertig.

Unterlagen hierüber liegen der BI-Dell nur in geringem Umfange vor und sollten nach Auskunft von der Stadtverwaltung (Nacken, Kubbilun) wohl mit der frühzeitigen Bürgerbeteiligung (Herbst 2015)   Offenlage (Ende 2014) zur Verfügung gestellt werden. Diese Unterlagen waren im September 2015 aber unvollständig. Zudem ist die UVS für die Planfeststellungstrasse unter falschen Randbedingungen durchgeführt worden (keine vorhanden Bebauung, seltsame Wertungen, Weglassungen des Vergleichs der Gefährdungsszenarien).

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07 Verkehrsgutachten

Verkehrsgutachten (->2006 /) 2007

Am 26.09.2013 wurde der BI-Dell endlich nach mehrfacher Nachfrage endlich von der Stadt-Verwaltung ein Link auf das Verkehrsgutachten 2007 übermittelt.

Mittlerweile ist das alte Verkehrsgutachten auch auf der Internetseite der Stadt Aachen zum Bebauungsplan 950 eingestellt worden

Auf den esten Blick fallen die Kosten für die reine Straßenerschließung des Baugebietes von mindesten 12 Mio. € auf (Angaben aus dem Jahr 2007 d.h. heute sicherlich mindestens 26 Mio. €).

Das Verkehrsgutachten 2007 finden Sie hier.

{ Anscheinend sind noch einige stadtinterne Aktualisierungen durchgeführt worden, deren Ergebnisse aber noch nicht veröffentlicht worden sind. }

Insgesamt ist die Lage der Basisdaten eher übersichtlich denn vollständig. Und das im High-Tech-Bereich der RWTH-Stadt Aachen mit dem lautstark angekündigten und kostenträchtig beworbenen Digital Hub, was immer das auch Sein soll, auch wenn der Schein eher trügerisch im Angesicht der Wirklichkeit ist.

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08 Verkehrsanbindung und Ausführungsvarianten der eigentlichen L231n

Kohlscheider oder Roermonder Straße?

Neuer Stand 01.12.2016

Nach mehr als einjährigen Planung hat die Stadt Aachen ihren Ausflug in eine "große" Brückenplanung ohne Angabe  nachvollziehbarer Gründe wieder gecancelt.

Gleichzeitig hat sie in der Verwaltungsvorlage für den 16.11.2016 BV Richterich zu einer einsamen Entscheidung für eine nicht näher beschriebene "Variante 1" durchgerungen, einsam desshalb, weil alle Beteiligten (Straßen NRW, Wasserverband ER, Thyssengas und BürgerInnen von Richterich) gemeinsam gegen diese Planungen sind.

Wir haben die Verwaltungsvorlage "durchleuchtet" und nach Themen geordnet, um die Asichten der Verwaltung klar herauszustellen. Unsere Argumentenliste nimmt direkten Bezug auf die Verwaltungsvorlage.

Lediglich die Politik hat trotz besonders hinsichtlich der zu erwartenden Kosten fehlender, umfänglicher und nachprüfbarer Unterlagen der Verwaltung durch eine Empfehlung zur "Variante 1" weiterhin in blindem Vertrauen die Stange gehalten.

Stand 15.11.2016

Die Verkehrsanbindung der Umgehungsstraße an den Bestand ist noch unklar. Enweder erfolgt eine direkte Anbindung an die vielbefahrene Kohlscheider Straße oder im Bereich des Kompostcontainers an die Roermonder Straße.

Beide Anbindungen werden noch mehr Verkehr auch aus den neuen Baugebieten und aus den Niederlanden auf diese vielbefahrenen Straßen bringen.

Hierzu eine Bild-Montage: Anschluss der Umgehungsstraße an die Roermonder Straße

(C) 2014 Peter Philippen-Lindt, BI-Dell

Bauvarianten

Die Ausbildung der Umgehungsstraße ist ebenso, wie die Anbindung an den Bestand noch völlig unklar. Diskutiert werden die:

Variante A (Unterfahrung der Bahn-Trasse und Überfahrung des Amstelbaches mit Anbindung an Kreisverkehr Banker Feldstraße)

Variante B (Überfahrung von Bahn-Trasse und Amstelbach mit Anbindung an Kreisverkehr Banker Feldstraße). 

Da aber bei Variante B die Nordrampe aufgrund der geometrischen Randbedingungen eine Steigung von ca. 17 % auweisen müsste, käme eigentlich nur die

Varinate C (Überfahrung von Kreisverkehr, Bahn-Trasse und Amstelbach ohne Anbindung an Kreisverkehr Banker Feldstraße) infrage.

Bis dto. wurde verwaltungsseitig eher lasch, politisch aber sehr nachdrücklich die Variante A der Umgehungsstraße mit einer kleinen Brücke über den Amstelbach und der Unterfahrung der DB-Strecke Mönchengladbach-Aachen geplant.

Seit September 2015 war es dann relativ ruhig in der Richtericher Dell, was uns natürlich verwunderte.

Zuletzt haben wir aber erfahren, dass die Stadt Aachen sich mit der Umgehungsstraße besonders hinsichtlich der Unterfahrung der DB-Strecke Aachen-Mönchengladbach extrem schwer getan hat.

Die Bahn (DB) ist aus unseren Erfahrungen kein leichter Vertragspartner, wenn man in ihre Anlagen eingreifen will. Darauf haben wir schon seit Anbeginn unserer Aktivitäten als BI-Dell mehrfach hingewiesen. Gewöhnlich velangt die DB bei solchen Bauvorhaben eine Planungstiefe vor der Einleitung einer Planfeststellung, die die Stadt Aachen sicherlich bei weitem noch nicht erreicht hat. Zudem lässt die DB normalerweise keine Fremdplanung zu, sondern plant und baut in Eigenregie gegen sehr gute Kostenerstattung selbst.

Aus diesen aber sicherlich auch aus anderen Gründen ist die Stadt momentan wohl dabei, die Umgehungsstraße in Form einer Brückenlösung mit Überquerung des Amstelbaches und der DB-Trasse zu planen (Varianten B resp. C).

Wer allerdings hofft, dass damit die DB aus dem Boot sei, der kennt die DB schlecht, denn auch für eine "Überfahrung" der DB-Trasse wird eine Kreuzungsvereinbarung mit einer Planfeststellung erforderlich.

Nachfolgend unsere Informationen zu den bisher existierenden Varianten.

Variante A (alt)

Bei dieser Variante soll die Umgehungsstraße Richterich (L231n) entweder von der Roermonder oder von der Kohlscheider Straße abzweigen. Danach ist die Linienführung bis zum Amstelbach nahe der Ostgrenze des Gewerbegebietes geplant. Die Trasse verläuft zuerst geländegleich und steigt dann zum Amstelbach hin auf einem Kunstbauwerk (Brücke oder Damm) an, um den Amstelbach mit einer Brücke zu überspannen. Unmittelbar nördlich des Amstelbaches fällt die Trasse ab und verläuft bis zur DB-Querung in einem Einschnitt. Die DB-Strecke Aachen-Mönchengladbach wird nördlich anschließend mit einem neu zu errichtenden Brückenbauwerk unterfahren. Bis zum geplanten Kreisverkehr auf der bisherigen Bankerfeldstraße steigt die Trasse in einem Einschnitt wieder an und erreicht das derzeitige Geländeniveau am Kreisverkehr.

Hierzu einige Bild-Montagen: Einschnitt und Durchstich durch den Bahndamm (Aachen-Mönchengladbach) nördlich des Amstelbachs - Blickrichtung Nordwest.

(C) 2014 Peter Philippen-Lindt, BI-Dell

Links Amstelbachbrücke / Rechts Einschnitt und Durchstich durch den Bahndamm - Blickrichtung West.

(C) 2016 Peter Philippen-Lindt, BI-Dell

Die nachfolgende Planungsskizze mit 30 m Feldern zeigt grob den Verlauf der Variante A:

 

(C) 2016 Peter Philippen-Lindt, BI-Dell

Für die Variante A hat die BI-Dell im Jahre 2014 Kosten von ca. 9 Mio € kalkuliert wobei von Seiten der Stadt Aachen zuerst 0,3 Mio. €, dann 3 Mio. € , über 7 Mio. €, 10 Mio. € und zuletzt 10 Mio.€ +X bei diversen Anlässen und in diversen Unterlagen angeführt wurden.

Variante B (vom Hörensagen-neu)

Bei dieser wohl neueren bzw. zurzeit ermittelten Variante soll die Umgehungsstraße Richterich (L231n) auch entweder von der Roermonder oder von der Kohlscheider Straße abzweigen. Danach ist die Linienführung bis zum Amstelbach nahe der Ostgrenze des Gewerbegebietes geplant. Die Trasse wird zuerst geländegleich verlaufen und dann bis zum Amstelbach auf einem Kunstbauwerk (Brücke oder Damm) mit ca. 6 % Gefälle ansteigen. Im weiteren Verlauf wird der Amstelbach und die DB-Trasse Aachen-Mönchengladbach mit einem Brückenbauwerk überspannt. Die Brücke muss den Fahrleitungsdraht der DB-Trasse Aachen-Mönchengladbach mit entsprechendem Sicherheitsabstand, den die DB vorgibt, überqueren. Bis zum geplanten Kreisverkehr auf der Bankerfeldstraße muss die Trasse dann mit ca. 17 % Gefälle extrem stark abfallen, um das derzeitige Geländeniveau am Kreisverkehr zu erreichen.

Es wird also eine sehr "hohe" Brückenlösung werden. Aufgrund der derzeitigen Situation muss die geplante Überführung der DB in etwa die folgende Höhe erreichen. Am bisher geplanten Querungspunkt verläuft die Bahn auf einem ca. 3,5 m hohen Damm. Hierzu addieren sich die Fahrdrahtmasten von ca. 8,5 m plus der Sicherheitsabstand Fahrdraht zu Unterkannte Brücke von geschätzt minimal ca. 2,5 m. Darüber kommt die eigentliche Brücke mit ca. 2,5 m eigentlichem Brückenbauwerkskörper plus ca. 6 m Straßenbeleuchtungsmasten. Insgesamt ergibt sich so nach Adam Riese eine Bauwerksgesamthöhe von ca. 17 m über derzeitigem Ackergelände bzw. eine in der Nacht sichtbare Gesamthöhe aller Bauwerksteile von ca. 23 m über derzeitigem Ackergelände.

Bisher von der Stadt geschätze 15 Mio. € Mindestkosten schweben derzeit im Raum, was sich in etwa aus der Aussage von Herrn Wingenfeld vom Herbst 2015 herleiten lässt: Kosten der Umgehungsstraße mindestens 10 Mio. € + X; hier ist besonders das "X" in den bekannten Aachener Dimensionen zu werten.

Bild-Montage: Brücke über den Amstelbach und Bahndamm (Aachen-Mönchengladbach)

(C) 2016 Peter Philippen-Lindt, BI-Dell

Die nachfolgende Planungsskizze mit 30 m Feldern zeigt grob den Verlauf der Variante B:

(C) 2016 Peter Philippen-Lindt, BI-Dell

Ein Bauwerk mit 17 % Gefälle an einer Rampe ist besonders für eine Landesstraße (L231n) als verkehrsbindende Umgehungsstraße undenkbar. Daher muss wohl eine weitere Variante (C) entwickelt werden.

Variante C (mögliche Variante aufgrund der Unzulänglichkeiten der Varinate B)

Auch bei dieser Variante soll die Umgehungsstraße Richterich (L231n) entweder von der Roermonder oder von der Kohlscheider Straße abzweigen.

Danach ist die Linienführung bis zum Amstelbach nahe der Ostgrenze des Gewerbegebietes geplant. Die Trasse wird zuerst geländegleich verlaufen und dann bis zum Amstelbach auf einem Kunstbauwerk (Brücke oder Damm) mit ca. 6 % Gefälle ansteigen. Im weiteren Verlauf wird der Amstelbach und die DB-Trasse Aachen-Mönchengladbach mit einem Brückenbauwerk überspannt. Auch diese Brücke muss den Fahrleitungsdraht der DB-Trasse Aachen-Mönchengladbach mit entsprechendem Sicherheitsabstand, den die DB vorgibt, überqueren. Bei dieser Variante erfolgt der nördliche Abstieg mit dem gleichen Gefälle von 6 % wie der südliche Anstieg. Der geplanten Kreisverkehr auf der Bankerfeldstraße wird dadurch nicht erreicht sondern muss überspannt werden.

Es wird also eine wirklich beachtliche "sehr große" und "sehr hohe" Brückenlösung werden. Aufgrund der derzeitigen Situation ergeben sich im Bereich der DB-Trasse die gleichen Höhen, wie auch unter Variante B.

Die bisher von der Stadt Aachen im Raum stehenden Schätzkosten von ca. 15 Mio. € Mindestkosten für Variante B werden sich bei der Variante C wohl auf mehr als 25 bis 30 Mio. € erweitern. Zudem muss das ganze Verkehrsszenario umgeplant und erneut bewertet werden. Damit würde sich auch die Aussage von Herrn Wingenfeld vom Herbst 2015 erweitern: Kosten der Umgehungsstraße mindestens 10 Mio. € + X + Y; hier sind sowohl das "X" als auch das "Y" in den bekannten Aachener Dimensionen zu werten.

Bild-Montage: Brücke über den Amstelbach Bahndamm (Aachen-Mönchengladbach) und Kreisverkehr Banker Feld Strasse

(C) 2016 Peter Philippen-Lindt, BI-Dell

Die nachfolgende Planungsskizze mit 30 m Feldern zeigt grob den Verlauf der Variante C:

(C) 2016 Peter Philippen-Lindt, BI-Dell

Fazit  Varianten A, B und C

Nur die Variante A wird durch die bisher vorgelegten Unterlagen beschrieben. Die hierfür durchgeführte UVS ist für den BP 955 nicht relevant, da sie ausschließlich für ursprünglich vorgesehene Planfeststellungsvariante erstellt worden ist, nur den Zustand ohne nachfolgende Bebauung berücksichtigt hat und ausweislich mehrere entscheidende Bewertungen nicht enthält, worauf in den Unterlagen sogar noch hingewiesen wird. Anscheinend wurde hier unser Geld unwissentlich verbrannt.

Die beiden Varianten B und C sind bisher von der Stadt Aachen noch nicht veröffentlicht. Sie werden wohl bisher nur in "internen" Verwaltungs- und Fraktionssitzungen bzw. "Sachverständigenarbeitskreisen" diskutiert.

Die Variante B ist aus unserer Sicht nicht wahrscheinlich.

Gefälle

Diese Variante entspräche mit 17 % Gefalle auf der Nordrampe nicht den straßenbautechnischen Vorschriften und Randbedingungen. Hier würden sich neben einigen LKW und PKW besonders FahradfahrerInnen, RollstuhlfahrerInnen mit und besonders ohne Antrieb, KinderwagenschieberInnen und ggf. auch einige Fußgänger schwer bis sehr schwer tun. Diese Rampe wäre ausschließlich als Vorbereitungsobjekt für "Bergprüfungen" von Rennradclubs geeignet. Selbst der bei der Tour de France immer wieder befahrene Mont Ventoux in Südfrankreich hat "nur" durchschnittliche Steigungen von 7,5 % (Rampe von Bédoin: 21,2 km / 1599 Höhenmeter -> 4,31° = 7,53% Gefälle im Durchschnitt).

Die Variante C wäre, wenn man eine Brückenlösung in Betracht ziehen würde, die Vorzugsvariante, auch wenn die Rampen mit 6% Gefälle immer noch eine starke Steigung hätten.

Zu den Varianten B und C sind noch folgende Punkte zu erwähnen:

Lichterkette

Allabendlich wird durch die Beleuchtung der Straße aufgrund der geometrisch erforderlichen extremen Höhenlage stets eine "Lichterkette"  bis Vetschau und Bank zu sehen sein.

Schallemissionen

Aufgrund der Höhenlage und der Exposition der Brücke wird sich der Schall beidseitig der Brücke weit und ungehindert ausbreiten, wenn die Brücke ohne teure Lärmschutzmaßnahmen gebaut wird. Die bisherigen Ausführungen zur Schallemission aus der UVS zur Planfeststellungsvariante sind nicht mehr gültig bzw. nicht mehr relevant.

Landschaft

Das Landschaftsbild des Pferdelandparks sowie der Richtericher Dell wird vollständig verändert werden.

Feinstaub und Abgasemissionen

Aufgrund der Höhenlage und der Exposition der Brücke werden Feinstaub-. und Abgasemissionen weiträumig durch den Wind verteilt.

Da der derzeitige Planungsstand i.e.S. noch nicht veröffentlicht worden ist, können die vorstehenden Ausführungen nicht erschöpfend sein.

Es fällt insgesamt auf, dass Verwaltung und Politik beharrlich die Erschließung Ihres "Baugebietes Richtericher Dell" verfolgen. Dabei drängt sich die Vermutung auf, dass die Maxime dabei ist: "koste es, was es wolle" und das nun schon fast seit 20 Jahren, worauf auch im "Aachen Barometer" der Aachener Nachrichten vom 06.09.2016 hingewiesen wird.

Wer allerdings mit den neuen Varianten hofft, dass damit die DB aus dem Boot sei, der kennt die DB schlecht, denn auch für eine "Überfahrung" der DB-Trasse wird eine Kreuzungsvereinbarung mit einer Planfeststellung und entsprechnedem PiPaPo erforderlich.

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09 Luftverunreinigung

Luftverunreinigung und Feinstaubbelastung (Bau und Betrieb)

Durch den Bau der Umgehungsstraße und nach Bauabschluss der Umgehungsstraße sowie aller Erschließungsstraßen wird durch den Verkehr im Neubaugebiet und auf der Umgehungsstraße die Luftverunreinigung und die Feinstaubbelastung im Gebiet Richterich und in Aachen insgesamt erhöht. Die Umweltzone ist ja ohnehin schon trotz massiver bis halsstarriger Gegenwehr der Stadt Aachen erforderlich geworden.

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