Leserbriefe zur Richtericher Dell

© BI-Dell / Stand 14.11.2017

 

 

Aachener Zeitung 14.10.2017: "Keine echte Bürgerbeteiligung mehr" -  Leserbrief Peter Philippen-Lindt zu den Artikeln: "Eurogress? Verkauf? Ebay-Versteigerung?" und "Antoniusstraße im Schnelldurchgang" in der AZ vom 10.11.2017

Erläuterungen: Die Entwicklung des Umbaus des "Neuen Kurhauses" ist symptomatisch für Aachen. Es gab auch schon mal die Artikelüberschrift in der AZ: "Wer kauft den Campus West?". Tatsache ist, es musste etwas mit dem neuen Kurhaus geschehen. Die Kosten wurden zuerst mit ca. 10 Mio. € "kalkuliert", die Zahlen nicht gründlich untermauert sowie auch nicht erschöpfend hinterfragt und das visionäre Projekt per Beschluss gestartet. Die "potentiellen" Investoren und Mieter gaben nur vage Zusagen und ihre Konzepte wurden auch nicht tiefgründig hinterfragt. Dann fand man, oh Schreck oh Graus, Asbest und andere Widrigkeiten und die Kosten stiegen erst mal auf 25,5 Mio. €, was an sich schon ein Unding ist. Heute sind nun Kosten von mindestens 38 Mio. € zu erwarten und die Politik steht angeblich ratlos da. Aber diese Blauäugigkeit hat System in Aachen (Tivoli, Tivolibrücke, Avantis und bald wohl auch Richtericher Dell?). Gleiches war auch für die Erschließungsstraße Richterich zu verzeichen. Die Kosten wurden von der Stadt zuerst mit 520.000 €, dann mit 3,8 Mio. €, dann mit 5,2 Mio. €, dann mit 7,8 Mio. €, dann mit 10 Mio. € +X und zuletzt mit mehr als 16 Mio. € angenommen, wobei letztere Zahl sicherlich nicht zuletzt unterm dem Druck des Kostenradars auf der Web-Seite der BI-Dell geschah. Aber auch die letztgenannten 16. Mio. € sind noch flach gehalten, da viele, mit den Planungen in Zusammenhang stehende Kosten (wissentlich?) noch überhaupt nicht von der Stadt berücksichtigt bzw. "hinter dem Berg" gehalten werden. Die Parallelitäten zum Neuen Kurhaus sind offensichtlich.

Norbert Esser berichtet im Artikel zur Antoniusstraße, dass die "Beratungen" im Planungsausschuss "handgestoppte 11 Minuten" gedauert hätten. Für die Darstellung aber dass der Planungsausschuss sich erst im "nicht-öffentlichen Teil" der Sitzung, also "hinter verschlossenen Türen" beraten will, hat die BI-Dell vormals von Herrn Baal und Herrn Rau höchstpersönlich eine öffentliche, vehemente und unangepmessene Schelte eben in diesem Ausschuss bekommen, als die BI-Dell kritisierte, dass ein Beschluss in der Bezirksvertretung Richterich ohne Aussprache und nur nach Vorabstimmung aller Fraktionen -also auch "hinter verschlossenen Türen"- gefasst wurde, da das nach "Gemauschel" klingen würde. Wenn es für die Politik eng und unangenehm wird, gehen die Türen einfach wieder zu. Gleichzeitig wird auch wieder über den Campus West im "nicht-öffentlichen" Teil der Sitzung beraten; d.h. "hi.ver.Tü."! Auch hier sind die Parallelitäten zur Richtericher Dell offensichtlich.

Dass sich Fraktionen vor den Ausschusssitzungen und Beschlussfassungen abstimmen liegt im Wesen der Parteien. Dass sich aber ganze Ausschüsse hinter verschlossenen Türen "abstimmen" zeugt von "Feigheit vor der Bürgerschaft" und zeigt das geringe Selbstvertrauen der vermeintliche Opositionsparteien.

Auch wenn alle der gleichen Meinung sind, müssen sie nicht Recht haben.


Aachener Zeitung 17.10.2017: "Widerstand bewirkte Umdenken" -  Leserbrief Peter Philippen-Lindt zum Artikel: Naturschutz kostet Pipelinebauer Millionen" zur Gastrasse Zeelink in der AZ vom 09.10.2017


Aachener Zeitung 08.08.2017 "Westviertel wird verschandelt"

Zur geplanten Brücke auf dem Campus West und der bisherigen Planungsgeschichte schreibt ein Leser seine Erfahrungen und Meinungen zum Vorgehen der Stadtverwaltung und der RWTH sowie der politischen Gremien.

Seine Erfahungen sind fast deckungsgleich mit denen, die wir bei der Begleitung der Planungen zur Bebauung der Richtericher Dell seit 2013 machen.

Er spricht sogar von naiven Beteiligten die im Klüngel planerische Notwendigkeiten vekannt hätten. Die Verbindung von naiv und Klüngel lässt aber eher vermuten, dass das Wort "naiv" durch "bewußt" zu ersetzen sei. Honi soit qui mal y pense.


Aachener Zeitung 09.05.2017: "Preisfrage: Wer kauft den Campus West?"

Leserbrief von Peter Philippen-Lindt


Aachener Zeitung 27.01.2017: "Auf Avantis ist das Glas jetzt fast halb voll"

Leserbrief von Peter Philippen-Lindt:

Vergleicht man diesen Artikel mit der Ausschussvorlage sowie der darin beiliegenden PowerPointPräsentation (PPP), so muss man die Ausschussvolage als viel sachlicher, nüchterner und transparenter bezeichnen als die Darstellungen in diesem Artikel. Bisher war es eigentlich umgekehrt. Der Artikel berichtet von "knapp 1000 Beschäftigten" auf Avantis. Erfreulicherweise ist die PPP der Stadtverwaltung (Prof. Sicking) endlich einmal hinsichtlich der Zahlenangaben etwas transparenter, wenn auch erst nach 18 Jahren seit Beginn der Arbeiten an Avantis. Die Aufstellung der Personal- und weiteren Betriebkosten ist über den Zeitraum 2011 bis 2016 auf Folie 11 nicht durchgängig und somit unvollständig, wofür kein Grund angegeben wird. Insgesamt ist allerdings nicht nachvollziehbar, wenn aufgrund aller dargestellten Zahlen die Gesamtaussage einen zwar hoffnungsvollen, wenn nicht sogar träumerischen Blick in die Zukunft wagt. Das bedeutet eigentlich nur, das Desaster geht weiter.

Unsere Auswertung der PPP von Prof. Sicking:

Einnahmen 1998-2016 Avantis:        34.432.429 €

Ausgaben 1998-2016 für Avantis:     73.547.582 €

Defizit 1998 - 2016 für Avantis:       - 39.142.153 €

Das ergibt bei ca. 250.000 Einwohnern:  156,57 € / BürgerIn (von Greis bis zum Baby!), die durch diverse Grundsteuererhöhungen durch die Stadt Aachen eingetrieben worden sind.  

Berechnet man nur die Haushalte von Erwerbstätigen summiert sich das schnell auf 500 € pro Haushalt und Avantis ist nur ein Desasterprojekt von mehreren. 

Die derzeitigen BearbeiterInnen können das lausige Erbe von OB Dr. Linden sicherlich leider nicht mehr verweigern und nur noch versuchen, das Beste daraus zu machen. Diese Kröte des alten OB wird man schlucken müssen. Hieraus aber wieder einen extremen Handlungsdruck für die Ausweisung von neuen Gewerbeflächen, wenn möglich sicherlich auch noch im Außenbereich, durch den Neuen Flächennutzungsplan 2030*Aachen herzuleiten, mutet hilflos, kopflos und wie ein Ablenkungsmanöver an. Hier wäre sicherlich mehr Selbstkritik angebracht.

Das aber wichtigste Resümee für die Stadt Aachen wird hoffentlich die StadtKämmerin ziehen, indem sie solche angeblich "visionären" Luftschlossprojekte bereits bei der Konzeption an der Wirtschaftlichkeit misst, so dass ein Dezernet es mal endlich schlimm finden muss, wenn die Aachener BürgerInnen ein solches Projekt mit ca. 160 € pro BürgerIn (=vom Greis bis zum Kleinkind) finanzieren müssen, was die Politik und Verwaltung in den Teich gesetzt haben. Erinnert sei hier an das nächste finanzielle Luftschlossdesaster "Richtericher Dell", bei dem die Entwicklung dem derzeitigen OB schlichtweg nur "nicht gefällt". Hier fehlen seit fast 20 Jahren belastbare Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Wenn man allerdings berücksichtigt, dass das Abenteuer "Avantis" seit 1998 baulich betrieben wird und die Richtericher Dell erst ab 2022 beginnen soll, dann können wir ca. ab 2040 damit rechnen, dass bei gleicher Vorgehensweise den BürgerInnen seitens der Stadt Aachen dann belastbare Zahlen vorgelegt werden.


Aachener Zeitung 06.01.2017: "Lieber Fakten als das Bauchgefühl"

Die AZ veröffentlicht hier leicht gekürzt den Leserbrief an AN&AZ: zur Seite 19 der AZ vom 27.12.2016 zu den bisherigen Leistungen des OB und den geplanten Leistungen für 2017: "Interview mit dem OB und Entwicklung der Einwohnerzahlen in Aachen" von einem unserer Sprecher (Peter Philippen-Lindt).


2017


Leserbrief AN AZ: "Es gibt wohl keinen hier im Saal, der gegen die Bebauung der Richtericher Dell ist!

Annekdote von Peter Philippen-Lindt zur PLA-Sitzung am 08.12.2016 zum TOP Ortsmgehung Richterich.


Aachener Zeitung 18.11.2016: "Gasleitungen bestimmen den Straßenverlauf" 

Lesen Sie hierzu den Leserbrief von Peter Philippen-Lindt  Aachener Zeitung 24.11.2016


Aachener Nachrichten 18.11.2016: "Grünes Licht für Umgehung Richtericher Dell"

Lesen Sie hierzu den Leserbrief von Peter Philippen-Lindt  Aachener Nachrichten 22.11.2016


Aachener Nachrichten 07.03.2016 S-27 : "Die Fördermittel müssten nun versagt werden"

-Bemerkung: ungekürzt erschienen-

zu AZ (22.2.16): „Gottes Schöpfung“ oder ein Gotteshaus? und diversen Leserbriefen hierzu" und AN (23.2.16): „Baumfällung wird von Protest begleitet“

Original: 04.03.2016:

-Leserbrief- Peter Philippen-Lindt : "Anthropogenes Baumsterben in Aachen"

Man muss nicht den „lieben Gott“ bemühen, um das „Geschmäckle“ zu erkennen, das manche  Wege der Verwaltung umgibt. Die „vorzeitigen“ Rodungsarbeiten für das neue „Gotteshaus“ auf der ehemaligen „Ausgleichsfläche“ an der Vaalser Straße ohne rechtsverbindlichen Bebauungsplan wären bei einem privaten Bauvorhaben förderungsschädlich und auch strafrechtlich bedenklich, da der Bau und alle seine Nebenarbeiten nicht vor erteilter rechtsverbindlicher Baugenehmigung begonnen werden dürften. Für die Äußerung des Presseamtes, der Sachverhalt sei „rechtssicher genug“, findet sich juristisch z.B. im Baugesetzbuch keine belastbare Definition. Sollten für dieses Projekt entsprechende Fördermittel beantragt worden sein, so müssten diese nun versagt werden.

Interessant und für die Stadt Aachen sehr nützlich ist allerdings die Berechnung des Mehrwertes aus den Ausgleichsmaßnahmen in Verlauternheide für die Vernichtung der Baufläche für die evangelischen Kirche an der Vaalser Straße. Nach der im Artikel angeführten Meinung der Verwaltung, des Gesamtpresbyteriums und des Pfarrers wird durch dieses Vorgehen die Ökobilanz in Aachen durch die Vernichtung dieser Fläche verbessert bzw. fast verdoppelt!

Wer A sagt, sollte auch B sagen. Man stelle sich nach diesen Grundsätzen der formalen Logik einmal vor, wie Aachen ökologisch und auch ökonomisch wesentlich besser da stehen könnte, wenn man in der Stadt Aachen alles Grüne vernichten und irgendwo anders in der Peripherie (doppelt) ausgleichen würde. Dann hätte Aachen mehr investitionsförderndes Bauland in der Innenstadt und trotzdem eine, oh Wunder: „fast verdoppelte“ positive Ökobilanz. Dieser Ansatz würde auch international als exzellent und innovativ Anerkennung finden. Zudem könnten in allen zukünftigen Planungen die digital nur schwer darstellbaren Bäume, Sträucher und alles weitere Grünzeugs entfallen.

Ich könnte daraus auch noch viele weitere phantastische Visionen spinnen, käme dann aber der Wirklichkeit der Planungen in Aachen allzu gefährlich nahe.


Aachener Zeitung 03.02.2016 S-18 A1 zu: "Den Experten andächtig lauschen"

Original am: 25.01.2016

Leserbrief zu #mobilinac Aachener Zeitung, vom 23.01.2016 Seite 17 A1 „Bequemer, spontaner, flexibler“:

Leserbrief von Peter Philippen-Lindt:

Mobil in Aachen?

Das Thema „Verkehr in Aachen“ ist für alle BürgerInnen in Aachen von Interesse. Wenn bei einer „Diskussionsveranstaltung“ die Meinung der BürgerInnen nur über Twitter oder per Handzettel erbeten ist, dann wird dadurch die Veranstaltung des „Bürgervereins“: -Initiative Aachen- für BürgerInnen wohl eher uninteressant; twittern ist was für BürgerInnen unter 25. Den vermeintlichen „Experten“ auf dem Podium nur andächtig zu lauschen, erinnert stark an die Aachener Diskussionskultur in den Ausschüssen, bei denen auch kein Fragerecht der BürgerInnen besteht. Dass ein Vorstand der Initiative Aachen auch noch von diesem Veranstaltungsformat überzeugt ist, verwundert nur noch wenig. Was heißt hier überhaupt „Bürgerverein“? Auf der Web-Seite der Initiative Aachen sind im Mitgliederverzeichnis allenfalls 30% Einzelpersonen aufgeführt. Über 60% der Mitglieder generieren sich aus Firmen, Universitäten oder Verwaltungen. Auch die  Einzelpersonen gehören wohl weiteren Interessenverbänden an, z.B. der OB. In der Satzung des Vereins sucht man die BürgerInnen unter §3 „Zweck des Vereins“ und an anderer Stelle vergeblich. Der Verein dient nach seinen Statuten eher der Förderung der Interessen von Unternehmen, was ja für einen Verein auch legitim sein kann. Aber seitens der Aachener Zeitung, die ja auch Mitglied der Initiative Aachen ist, zu suggerieren, dass dieser Verein ein Bürgerverein sei, ist doch eher verklärend. Bei „Digitalisierung“, „Vision Mobilität 2050“, „Elektrifizierung der Flotte“ etc. kann man nur hoffen, dass die BürgerInnen sich nicht durch „Visionen“ auf einem Vereinspodium einlullen lassen. Es verwundert, dass der OB, natürlich wieder strahlend, sich auf einem Transportrad präsentiert; es sei denn, er transportiert darin ein Programm, um eine echte und möglichst „vorzeitige“ Bürgerbeteiligung der Stadt Aachen mit Redegebot für alle interessierten BürgerInnen durchzuführen. Schließlich haben wir doch eine Stadt(-verwaltung), was brauchen wir da einen Verein?

(Teile in Blau wurden nicht im Leserbrief am 3.2.16 veröffentlicht, wohl zu kritisch für die AZ).


Original am: 17.01.2016

Leserbrief zu: SuperSonntag, vom 17.01.2016 Seite 2 F „Ärmel sind hochgekrempelt“, der OB beim traditionellen Handwerkerfrühstück.
Aachen, den 17.01.2016
Peter Philippen-Lindt:
Leserbrief:

Das Orakel von Aachen?

Beim „traditionellen Handwerker Frühstück“ zog der Oberbürgermeister eine Bilanz für 2015.

Wohnungssuchende Studierende und „Wohnungsbedarf“ der „wirtschaftlich wachsenden Stadt“ führten zu einem Bedarf von mehr als 6.000 Wohnungen (Wohnungsmarktbericht 2015, NRW-Bank). Verminderte Gewerbesteuereinnahmen und immense Rückerstattungen sowie massenhafte Geschäftsleerstände in Aachen sprechen eine andere Sprache.

„Wir können uns den Luxus nicht leisten, wie in der Richtericher Dell, wo seit zehn Jahren diskutiert wird, aber bis heute noch kein einziges Haus steht.“, stellt er fest.

Was will er mit diesem Satz ausdrücken?

Finanziell nicht leisten? Das stimmt. Aachen kann sich das Neubaugebiet finanziell nicht mehr leisten. In der Haushaltsdiskussion sollen jetzt schon 200.000 € für den fiktiven Kindergarten in der Dell  gestrichen werden.

Diskussion nicht leisten? Wenn er damit meint, dass die Bürgerbeteiligung diese zehnjährige Verzögerung bewirkt hat, dann wäre das fatal. Der Zeitraum ist auch faktisch falsch. Die Bürgerbeteiligung zur Richtericher Dell gibt es erst seit drei und die Bürgerinitiative BI-Dell erst seit knapp zwei Jahren. Wer hat dann aber schon davor diskutiert? Wie kommt er auf zehn Jahre? Der Beschluss zur Bebauung ist von 1998, also fast 18 Jahre alt? Wieso gibt es dann überhaupt solch langwährende Diskussionen?

Luxus nicht leisten?

Aachen hat fast ausschließlich ein Wohnungsproblem im bezahlbaren Bereich und nicht im Luxusbereich. In den letzten Jahren wurden aber fast nur Luxuswohnungen gebaut bzw. geplant, was für die Richtericher Dell „zielgruppenorientierter“ Wohnungsneubau heißt. Die mehr als 5.000 privaten Leerstände aus den Wohnungsmarktberichten der Stadt wurden bisher geleugnet und werden erst seit ein paar Wochen in Betracht gezogen.

Wenn der OB die Planungen in der Richtericher Dell aus den vorstehenden Interpretationen seiner Worte einstellen will, dann wäre das wohl die „schnellste Lösung“.

Wie man seine Politik aus der Vergangenheit allerdings kennt, bleibt eher das Gegenteil zu befürchten.


2016


Aachener Zeitung 18.11.72015 zu: "Opposition ist nicht Regierung" -gekürzte Fassung des Leserbriefs Ph-L-

Original am: 14.11.2015

Titel: Späte Einsichten?   Zu: AZ 14.11.2015 S17: „Grüne: Stadt soll massiv in Wohnungen investieren

Leserbrief PH-L 14.11.2015


Aachener Zeitung 13.11.2015 zu: "Überrascht von dieser Sichtweise"

Original am: 05.11.2015

Titel: "Rückkehr zur Sachlichkeit in den Bauleitplanverfahren?"
Bezug: Artikel in der AZ vom 04.11.2015 Stephan Mohne: "Haarbachtal: Umweltexperten warnen vor Bebauung"

Leserbrief:
Abends hatten wir noch die Unterlagen zur nächsten Sitzung des Klima- und Umweltausschusses am 10.11.2015 durchgeackert und tags drauf dann dieser Artikel in der Aachener Zeitung: "Haarbachtal: Umweltexperten warnen vor Bebauung".
Ja wo leben wir denn? Es kann doch nicht sein, dass das Umweltamt der Stadt Aachen die gleiche Meinung vertritt wie wir als "verruchte" Bürgerinitiative Bi-Dell. Das sind wir überhaupt nicht von der Stadtverwaltung Aachen gewohnt.
Die Umweltberichte des Umweltamtes zum Haarbachtal fühlen sich an, wie ein warmer Sonnenaufgang, weil wir uns mit fast allen Forderungen solidarisieren können. Klima, Boden, Flora und Fauna, sogar der Lärmschutz für den Menschen werden als so schützenswert klassifiziert, dass der Stadt Aachen vom Umweltamt empfohlen wird, dort auf eine Bebauung zu verzichten und erst einmal ihre immensen Flächenvorräte (Avantis, Gewebepark Brand, Campus West und Melaten etc. etc.) bebauen sollte, bevor sie weitere Flächen im Außenbereich unnötigerweise vernichtet.
Hier taucht sogar eine indirekte Beurteilung des fehlenden aktuellen Bedarfs auf.
Wieso bei den in Aachen beliebten, sogenannten "Parallelverfahren" (BP und FNP-Änderung) zu ein und derselben Fläche zwei unterschiedliche Umweltberichte erforderlich sind, ist allerdings nicht zu ergründen, da es sich doch eigentlich um dieselbe Umwelt handeln müsste. Allerdings reichen diese Umweltberichte schon aus, um die beiden Anträge zur Bauleitplanung abzulehnen, denn es besteht in Aachen kein aktueller Bedarf an weiteren neuen Gewerbeflächen.
Wenn diese Argumente der Umweltberichte für das Haarbachtal analog auf die bevorstehenden Bauleitplanverfahren in Aachen und besonders in der Richtericher Dell übertragen werden, in der die Verhältnisse noch krasser gegen eine Bebauung sprechen, dann könnten, entgegen der an uns gerichteten Warnungen von Herrn Baal, vielleicht doch bald einige Politiker ihre Meinung ändern und sich ebenso wie wir gegen die Bebauung der Richtericher Dell entscheiden.
Hoffen wir das Beste.


06.11.2015 Aachener Nachrichten zu: "Das achtfache der 850 Wohneinheiten"

Original: am 26.10.2015

Titel: "Beginn der Nachverdichtung auch in Richterich?"
Bezug: Artikel in den AN vom 22.10.2015 Gerald Eimer zu: "Eigentümer des Zehnthofs plant weitere Häuser"
Leserbrief:
Auf einmal ist auch "private" Nachverdichtung in Aachen Richterich kein Tabu-Thema mehr! Vor dem Zehnthof in Richterich will der Eigentümer mit einem VEP (privater Vorhaben- und Erschließungs-Plan) eine Fläche bebauen, auf die die Bi-Dell schon mehrfach im Zuge der FNP-Verfahren nachdrücklich hingewiesen hatte. Bisher hieß es von der Stadtverwaltung auf Nachfragen immer unisono, diese Fläche stünde für eine Bebauung aufgrund unterschiedlicher Sachverhalte nicht zur Verfügung.
Nun geht es doch; vielleicht ein Anfang? Am 22.10.2015 befinden Planungsausschuss und am 28.10.2015 die Bezirksvertretung im nicht öffentlichen Teil über dieses Verfahren.
Weiter so!
Vielleicht ändert die Stadt Aachen ja die vielgepriesene Diskussionskultur dahingehend, dass die BürgerInnen in den Ausschüssen mehr darüber erfahren und möglichst sogar durch "Fragengestattung" mitgestalten können. Es gibt im Übrigen noch viele weitere Nachverdichtungsflächen und einige davon sind in der Stellungnahme der Bi-Dell zum "neuen" FNP 2030 Aachen bereits aufgeführt. Allerdings wird das nur ein geringer Teil im Vergleich zu den immensen Potentialen im heiß erwarteten Baulandkataster sein. Das bisher vom Immobilienmanagement der Stadt Aachen in den Ausschusssitzungen angedeutete maximal 5 %‘ige Innenerschließungspotential würde bei einem Bestand von ca. 137.000 Wohnungen (2011 IT-NRW) in Aachen ca. 137.000 * 5% = 6.850 Wohneinheiten Innenentwicklungspotential bedeuten. Das ist rund das acht-fache der geplanten ca. 850 Wohneinheiten in der Richtericher Dell. Werden die von der Stadt Aachen in den Wohnungsmarktberichten errechneten mindestens 5.000 (privaten) Leerstände dazu gerechnet, dann besteht die immer wieder gebetsmühlenartig proklamierte Wohnungsnot in Aachen nur noch im Mangel an gefördertem Wohnungsbau mit bezahlbaren Mieten. Dieser kann nur aber mit wirklichem Wollen befriedigt werden und nicht mit Luftschlössern im Außenbereich. Die Stadt Aachen sollte bei der "Aachen Strategie Wohnen" mit Augenmaß realpolitisch und nicht mehr politisch-normativ handeln.
Das Ergebnis wäre: Baugebiet Richtericher Dell ade!


Aachener Zeitung 05.10.2015 Seite 26 A1: zu "Den Realitäten zu nahe?"

Leserbrief der Bi-Dell vom 23.09.2015 zur Planungsausschusssitzung vom 19.09.2015, der erst am 05.10.2015 in einer gekürzten aber eigentlich zurückgezogenen Version veröffentlicht worden ist.

Obwohl wir auf die Veröffentlichung verzichtet hatten, da Herr Kaiser (Chefredakteuer AN) uns nur unter 2.000 Zeichen gestatten wollte, wurde am 5.10.2015 unsere auf 2.358 Zeichen verkürzte Fassung sowohl in der AZ als auch in der AN gedruckt. Gottes Wege sind unerklärlich ......

Die Urfassung unseresLeserbriefs-Bi-Dell 23.09.2015 zu: Schmähungen gegen die Bi-Dell wegen Informations-e-mail im Planungsausschuss am 17.09.2015 finden Sie nun unter <Presse/Glossen>.

Unsere Urfassung des Leserbriefs konnte nach Mitteilung von Herrn Kaiser (Chefredakteur AN) nicht gedruckt werden, da die Zeitungen nur Leserbriefe mit insgesamt 2.000 Zeichen abgedrucken. Wir hatten zwar Kürzungen versucht, die jedoch die Inhalte und den satirischen Charakter verfälschten, besonders in der 2.000 Zeichen-Fassung. Daher haben wir auf die Veröffentlichung der gekürzten Fassung verzichtet.

 


Leserbrief Ph-L 22.05.2015 zur Bürgersprechstunde in der Ratssitzung vom 20.05.2015: OB M. Philipp: „Keine Ahnung“ / Verwaltungskompetenz - veröffentlicht am 27.05.2015 in den AN -

 

Das neue Quaestio-Gutachten „Aachen-Strategie-Wohnen – Aktualisierung und teilräumliche Ausdifferenzierung“ ist trotz seines überaus ansprechenden Titels sicherlich nur vier bis acht BürgerInnen in ganz Aachen bekannt. Um diesem, für die Entwicklungsprognose für Aachen und die Flächenneuausweisungen im „Neuen“ Flächennutzungsplan grundlegenden „Meisterwerk“ eine entsprechende Würdigung zu verschaffen, sollten sich eigentlich alle BürgerInnen von Aachen daran erfreuen dürfen. Doch wer auch immer die Tagesordnungen für die Sitzungen in der Stadt Aachen festlegt, wollte dieses Privileg anscheinend nur den BürgerInnen von Richterich gönnen. Das verwunderte die Bürgerin "Nimmersatt" (Bem.: Name geändert) so sehr, dass sie in der Bezirksvertretung Richterich erfragen wollte, warum das so sei. Dort wurde sie a ber barsch abgewiesen, da die Frage zwar interessant aber die BürgerIn selber nicht in Richterich wohnhaft sei. Sie wurde von der Bezirksbürgermeisterin Richterich an den Rat der Stadt Aachen verwiesen.

Dort in der Bürgerfragestunde der Ratssitzung am 20.05.2015 stellte sie dann dem Oberbürgermeister die gleiche kurze, knappe und leicht verständliche Frage: „Warum wird das Quaestio-Gutachten nur in Richterich und nicht in allen anderen Stadtbezirken vorgestellt, die davon genauso betroffen sind?“ Die allumfassende, ausschweifende, fassettenreiche und glasklare Antwort des Oberbürgermeisters und höchsten Verwaltungschefs von Aachen lautete wortwörtlich:

„Keine Ahnung“.

Was lernen wir daraus? „Frage, und dir wird geantwortet“; aber eigentlich: „Es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten“.

Aachen, den 22.05.2015

Gez. Peter Philippen-Lindt
BI-Dell
Sprecher:
Dr. Christian Locher, Hubert Marx, Peter Philippen-Lindt


Leserbrief aus der AN vom 1.4.2015


Leserbrief PH-L 16.03.2015 zu: Interview Servos Baal in der AZ "Wir haben auch Reibungspunkte..." Geändert veröffentlicht am 19.03.2015 unter "In innerer Harmonie verloren"

 


Leserbrief Ph-L 25.02.2015 zu "NRW-Mittelstand fühlt sich von Rot-Grün bedroht" in der AZ vom 24.02.2015 Seite 9.

In von Philippen-Lindt verkürzter Form am 06.03.2015 in der Aachener Zeitung veröffentlich.


Leserbrief Ph-L 16.01.2015 zu "Sitzungspilger" / Folge-e-mail mit Bezug auf die "Sitzungspilger" am 28.1.15 (AN) "Denn es kann nur besser werden" (keine Copyright, daher hier keine Darstellung von uns).


2015


Leserbrief-Ph-L 01.10.2014 zu: "Offenes Ohr für die Bürger(Innen)" im Super Sonntag 28.09.2014. - veröffentlicht am 10.10.2014 in den AN -

Die CDU-Forst lud zum 30.09.2014 zu einer "offenen Bürgersprechstunde" zum neuen Flächennutzungsplan 2030 der Stadt Aachen der Forst ein.

Auch zwei Mitglieder der BI-Dell nahmen an dem Treffen teil, bei dem Harald Baal als Vorsitzender des Planungsausschusses der Stadt Aachen Rede und Antwort stand.

 


Leserbrief-Ph-L 26.09.2014 zu: "Aachener Aufruf" von Bund deutscher Baumeister/Bund deutscher Architekten/Bundesverband der freien Immobilien und Wohnungsunternehmen/Initiative Aachen/Kreishandwerkerschaft/Bauindustrie in NRW für größere Flächenausweisungen im Vorentwurf des neuen Flächennutzungsplan 2030 der Stadt Aachen. 


Aachener Nachrichten 16.09.2014 zu: Entlassung von Frau Nacken steht bevor. 

hierzu Leserbrief P.Philippen-Lindt:

Wer vor 16 Jahren die drei Ausschreibungsverfahren miterlebt hat, bis Frau Nacken dann endlich trotz "richtigem" Parteibuch dann auch formal ins Amt passte, der könnte heute in Jubel ausbrechen; nach dem Motto: "Endlich ist es vorbei".

Jedoch sollte man sich zurückhalten, da dieses Vorgehen den Politischen "Normalitäten" entspricht.

Wird es noch schlimmer oder gleich oder vielleicht besser mit der Nachfolgerin / dem Nachfolger?

Wenn das gleiche Verfahren wie damals angewandt wird, wovon bei der Aachener Politik auszugehen ist, dann bleibt alles beim Alten bzw. wird wohl noch schlechter.

Wenn hauptsächlich das Parteibuch über den Zuschlag zur Neubesetzung entscheidet und beim Auswahlverfahren weder Transparenz noch Bürgerinformation den Ton bestimmen, dann muss Aachen alle Hoffnungen auf einen gesunden und finanzierbaren Neuanfang des öffentlichen Bausektors fallen lassen, da die Ratsmitglieder viele Meinungen aber wenig Fachwissen im Bausektor auf sich vereinen.

Dementsprechend sollte das Amt umfassend und öffentlich ausgeschrieben werden. Ähnlich den heutigen Assessment Centern, mit denen unsere Kinder gequält werden, sollte auch das Vergabeverfahren für diesen Dezernatsposten ablaufen. Da es sich um ein steuerfinanzierte Amt handelt, wie eigentlich alle Ämter, sollte auch hier eine neue Form von Bürgerbeteiligung eingeführt werden, bei der gemeinsam Ziele und Vorgehensweisen verbindlich gesucht, gefunden und vereinbart werden könnten.

Aufgabenerweiterungen, wie z.B. die Durchführung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen und transparentes Controlling besonders bei Großprojekten sollten ebenso verlangt werden, wie Distanz zur Politik, Industrie- und Hochschullobby, da es sich um einen Verwaltungsposten im Dienste der BürgerInnen handelt und nicht um einen Kreativ- oder Visionsposten in einem "Schmier(en)theater" handelt.

So wünschen wir den entsprechenden Gremien beim Besetzungsmanagement nicht Glück sondern Hirn und Sachverstand für die Stadt Aachen.
Veröffentlicht am 18.09.2014 in den AN.


Leserbrief-Ph-L 02.09.2014 zu: Kompetenzmangel an der Hohestaufenallee und Leserbriefe zum FNP Alles Artikel in den Aachener Nachrichten vom 02.09.2014 


Leserbrief-Ph-L 27.08.2014 zu: Verbindungen zwischen: Baugruben gleichen Biotopen / Haushaltssperre Aachen / neuer FNP. Alles Artikel in den Aachener Nachrichten vom 26./27.08.2014 - veröffentlicht am 01.09.2014 in den AN -


Leserbrief-Ph-L 22.08.2014 zu: Leserbriefe in den Aachener Nachrichten vom 22.08.2014 von Caroline Reinarts und Catharina Lefebvre, sowie von Herrn Bartholomy (16.8.14)  und Gerd Stybor (1.8.14; s.u.) - veröffentlicht am 23.08.2014 in den AN -


Aachener Nachrichten 16.08.2014 (nur Hinweis, kein Link wg. Urheberrecht)

Die Aachener Nachrichten bringen drei Leserbriefe, die sich gegen die Bildung der vielen Bürgerinitiativen aufgrund des neuen FNP wenden und sich zustimmend zur Arbeit der Stadt und Stadtverwaltung äußern. Die LeserbriefschreiberInnen übernehmen die Argumente der Stadt und eröffnen wieder die Neid-Debatte (die Verbauung der freien Sicht der BI-Mitglieder sei der Grund des Widerstandes). Auf die sachlichen Argumente der BI'n gehen sie nicht bzw. nur bei der Beverau ein. Gründe warum gerade in den vom FNP ausgewiesenen Bereichen gebaut werden soll, bringen sie nicht vor. Die Stadt wird ja wohl schon wissen warum dort gebaut werden soll. Mit einem: "Weiter so" wird die Stadt unterstützt.

Obrigkeitsglaube ist doch was schönes, oder?


Aachener Nachrichten 15.08.2014 (nur Hinweis, kein Link wg. Urheberrecht)

Leserbrief H. Bücken zu: "Wie viele Altindustrieflächen gibt es?". Im Leserbrief stellt der Autor die gleichen Vermutungen auf, die auch wir hegen; Ahnungslosigkeit oder "Cleverness" bei der Stadt? Auch wir vermuten, dass die finanziell fast gestaltungsunfähige Stadt nur noch über zweifelhafte Fremdinvestoren weitere Handlungsfähigkeit vortäuschen kann, da Entwicklungsgrundlagen durch entsprechende Gutachten hingebogen und nicht kritisch hinterfragt und wissenschaftlich nachprüfbar aufgestellt und veröffentlicht werden.


Aachener Nachrichten 08.08.2014 (nur Hinweis, kein Link wg. Urheberrecht)

Leserbrief W. v.d. Driesch zu: "Ganz andere Interessen dahinter". Eine Vermutung, die auch wir hegen, dass die Aktivitäten der Stadt Aachen ganz anderen Interessen dienen, als sie vordergründig vorgeben. Auch wir fordern in unserer Stellungnahme zum FNP die Bekanntgabe der Profiteure aus den Umwidmungen von Ackerland zu Baugebieten (Bauland, Ausgleichsflächen etc.). Auch Herr v. d. Driesch weis auf die vielen Brachen hin -militärische oder industrielle Vornutzung- , die erst einmal aufgearbeitet und in Wohnland umgewandelt werden können, falls dafür überhaupt ein Bedarf von der Stadt Aachen nachgewiesen werden kann.


Aachener Nachrichten 01.08.2014 (nur Hinweis, kein Link wg. Urheberrecht)

Leserbrief G. Stybor zu: "Die sich ohne ein Mandat aufschwingen". Ein Hohelied auf die Tätigkeiten von Frau Nacken und der Stadt Aachen nach dem Motto: "Vorwärts! Pflastert ruhig alles zu, ich stehe hinter euch!"