(C) BI-Dell 12.04.2017

Unterlagen zur geplanten Avantisbahn

 

 

01 Allgemeines zur ViaAvantis

02 Kosten der ViaAvantis

 

 

 

01 Allgemeines zur Via Avantis

Anlass und Streckenplanung

Informationen über die geplante und innerhalb der Euregio (fast) beschlossene Verkehrsanbindung des Gewerbegebietes Avantis an das Schienennetz der DB AG, die fast ausschließlich auf Laurensberger Gemeindegebiet verläuft, sind nur spärlich vorhanden (Presse und Internet).

Die Avantisbahn wird explizit im Entwurf des neuen Landesentwicklungspan (LEP) als Maßnahme zur Entwicklung des grenzüberschreitenden Verkehrs aufgeführt. Daher erklärt sich wohl auch, dass die Avantisbahn im vordringlichen Bedarf des Verkehrswegeplans steht, obwohl die Strecke vor Jahren von der DB aufgegeben und zum Teil auch rückgebaut wurde.

Der bisher vorgesehene Verlauf auf deutschem Gebiet ist bereits in den Karten zum LEP und REP +/- parallel zur  Autobahn durch eine roa Linie skizziert. Als Haltepunkte sind Vetschau, Bocholtzer "Wüste", AVANTIS Süd und AVANTIS Nord markiert.

Bemerkungen zur ViaAvantis tauchen beim Änderungsverfahren zu den Flächennutzungsplänen für Windkraft im Münsterwald und in Horbach auf, das u.a. auch in der Bezirksvertretung Laurensberg diskutiert worden ist. Auf die ViaAvantis bezieht sich die Bezirksregierung Köln im Genehmigungsschreiben vom 5.8.13 (nachstehender Auszug):

Demzufolge ist eine zweigleisige Strecke im Verkehrswegeplan beantragt, obwohl die alte Strecke eingleisig ist bzw. war.

Auch im neuen LEP wird diese Strecke unter die besondere Dringlichkeit als landesübergreifende Schienenverbindung gestellt. Die Wirtschaftlichkeit spielt hierbei anscheinend keine Rolle.

Auch hier liegen "natürlich" wieder keinerlei Zahlen vor, da das Projekt sonst sicherlich scheitern würde, wie es der vorgenommene Rückbau der Strecke durch die DB AG vor Jahren vermuten lässt.

Hier ist der Ortsteil Laurensberg gefragt, auf dem die Trasse der AVANTIS-Bahn zu 100 % verläuft. Auch für diese Trasse würden besondere im Bereich des ehemaligen Zolls fruchtbarste Böden mit ertragreicher Landwirtschaft vernichtet. 

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02 Kosten der Via Avantis

Kosten und Gegenfinanzierung

Laut Aussagen der Stadt Aachen kann der Schienenweg der Via Avantis zu 90% vom Land und zu 10% vom Vorhabenträger finanziert werden.

Hier wird die DB als möglicher Vorhabenträger genannt, die aber in der Vergangenheit die eingleisige Strecke stillgelegt und rückgebaut hat. Somit wird sich die Stadt nur "voraussichtlich" nicht beteiligen.

Eine endgültige Trassenvariante steht noch nicht rechtsverbindlich fest. Das Projekt ist jedoch schon in der Verkehrswegeplan NRW in der Kategorie 1 eingestellt. Der Ausbau soll hiernach zweigleisig erfolgen, was kein Ausbau sondern nur ein kompletter Neubau leisten kann. Auch hier kann nur vermutet werden, dass sich die bisher abgeschätzten Kosten auf deutscher Seite wohl verdoppeln werden.

Ein zweigleisiger Ausbau wäre kein Ausbau sondern ein Neubau, der eine erhebliche Baumaßnahme nach sich zöge, und das alles für die eine Haltestelle "Avantis-Brache", die mehr als 20 Millionen Euro kosten würde. Es gibt sicherlich eine bessere Verwendung der Gelder, seien es nun städtische-, Landes- oder Bundesmittel, die doch allesamt Steuergelder darstellen.

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